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11 days ago • u/webson1337 • r/MVIS • trading_action_wednesday_september_16_2026 • C
Noch Mitte Juli zeigte sich Moia-Chef Sascha Meyer (45) begeistert. Volkswagens Taxidienst hatte gerade den nächsten „Meilenstein“ geschafft. Seine mit Mobileye-Technik aufgerüsteten ID.Buzz-Mobile kutschieren seither Fahrgäste im autonomen Testbetrieb durch Hamburg.
„Hier zeigen wir, wie autonome Mobilität Schritt für Schritt in die breite Anwendung kommt“, so Meyer.
Im Hintergrund allerdings stockt es gewaltig. Seit dem vergangenen Jahr sucht Volkswagen-Chef Oliver Blume (58) nach Co-Investoren für den goldenen Shuttledienst. Jetzt ist der erste Anlauf einer Partnersuche gescheitert.
Verschiedene Beteiligte bestätigen, dass die letzten beiden Interessenten – die US-Unternehmen Uber und Lyft – abgesprungen seien. Damit gebe es für Moia und die von Christian Senger (52) geführte Einheit für autonomes Fahren (ADMT) wohl nur die Hoffnung auf den kompletten Robo-Reset:
Ein neuer Technologiepartner jenseits des israelischen Unternehmens Mobileye soll her, der sich dann möglichst auch als Investor an Moia beteiligt, um das Projekt zu retten.
An der Konzernspitze hieß es dazu lediglich: „Wir prüfen alle Optionen.“
Wie es sich für einen Verkäufer geziemt, hatte Blume zuletzt regelmäßig Volkswagens Fortschritte beim autonomen Fahren gelobt und versucht, den Konzern als europäischen Frontrunner zu präsentieren. Doch ganz so blendend läuft es nicht.
Seit dem Start des Projekts unter Blumes Vorvorgänger Matthias Müller (73) im Jahr 2016 ist Moia defizitär. Mit dem Partner Mobileye, der die komplette Selbstfahrtechnologie für die Elektrobullis liefert, dauerte alles länger als gewünscht.
Schon vor einem Jahr startete Blume daher im Schattenmodus Testfahrten mit einem zweiten Partner: dem britischen KI-Start-up Wayve.
Das bisherige VW-Paket hatten sich im vergangenen Jahr mehrere Interessenten angesehen. Am weitesten gingen die Gespräche mit Uber und Lyft. Für Ende 2026 kündigte VW sogar ein gemeinsames Shuttle-Angebot in Los Angeles an – allerdings noch mit Begleitfahrer und nicht vollautonom.
Einsteigen sollten die Investoren, so heißt es im Wolfsburger Umfeld, mit „ein paar Hundert Millionen Euro“ bis zum Erreichen eines vereinbarten nächsten Meilensteins.
Von Uber hätte es dann zum Beispiel wohl 2027 frisches Geld gegeben. Volkswagen hätte zusätzlich profitiert, weil die Partner auch für die Nutzung der Fahrzeuge bezahlt hätten.
Nur: Während Robotaxi-Marktführer Waymo nach München kommt und auch den Start in Berlin vorantreibt, schlug bei Moia am Ende niemand zu.
Die Vorstellungen über die gemeinsame Zukunft lagen offenbar teilweise weit auseinander.
Bezahlen Uber oder Lyft pro Kilometer oder pro Fahrzeug? Wie lange sind sie an die VW-Mobile gebunden? Welches Automodell nimmt man überhaupt?
Umstritten war auch, wie sich Volkswagen an der weiteren Finanzierung beteiligt. Angeblich wollten die Wolfsburger, dass die Partner nach und nach die bislang von Volkswagen investierten gut 2 Milliarden Euro ausgleichen. Erst dann würden auch sie neues Geld einbringen.
„Deren Anspruch war aber, dass auch Volkswagen weiter investieren soll“, sagt ein Insider. „Da haben vor allem die Markenvorstände den Kopf geschüttelt.“
Bei VW, Audi und Co. laufen schon länger harte Sparprogramme. Randsparten werden da nur noch höchst ungern bedacht.
# Beim Ausstieg wird es teuer
Allein, das ist klar, werden die Volkswagen-Leute mit Moia langfristig nicht weitermachen.
Es gebe eine „sehr positive Perspektive“ für das Geschäftsmodell, sagt einer aus der Unternehmensspitze. Wirklich lukrativ werde es allerdings erst in den 2030er-Jahren.
Das Unternehmen müsste wohl mindestens eine weitere Milliarde Euro investieren, um Moia geschäftsreif zu machen – es könnte auch mehr werden.
Doch Volkswagen brauche das Geld gerade auch anderswo, sagen Entscheider.
So kursiert jetzt eine neue Idee:
Volkswagens Softwaretochter Cariad, die unabhängig von Moia autonome Fahrsysteme für die Pkw-Modelle des Konzerns entwickeln sollte, hat ihre Kooperation mit dem Zulieferer Bosch abgebrochen und sucht aktuell ebenfalls neue Partner.
Die Favoriten sind nach Informationen des manager magazins der Newcomer Wayve und Nvidia. Gehandelt wurde zeitweise auch der US-Halbleiterriese Qualcomm.
Der Gedanke dahinter: Warum sollten sich diese möglichen Technologiepartner nicht auch an Moia beteiligen?
Sie könnten dann auch mit einem deutlich höheren Anteil einsteigen als bei Lyft und Uber ursprünglich angedacht.
Finden Blume und seine Leute allerdings auch mit den möglichen Techpartnern keine Lösung, könnte es teuer werden.
Bei einem Ausstieg droht eine Milliardenabschreibung.
sentiment -1.00
11 days ago • u/webson1337 • r/MVIS • trading_action_wednesday_september_16_2026 • C
Noch Mitte Juli zeigte sich Moia-Chef Sascha Meyer (45) begeistert. Volkswagens Taxidienst hatte gerade den nächsten „Meilenstein“ geschafft. Seine mit Mobileye-Technik aufgerüsteten ID.Buzz-Mobile kutschieren seither Fahrgäste im autonomen Testbetrieb durch Hamburg.
„Hier zeigen wir, wie autonome Mobilität Schritt für Schritt in die breite Anwendung kommt“, so Meyer.
Im Hintergrund allerdings stockt es gewaltig. Seit dem vergangenen Jahr sucht Volkswagen-Chef Oliver Blume (58) nach Co-Investoren für den goldenen Shuttledienst. Jetzt ist der erste Anlauf einer Partnersuche gescheitert.
Verschiedene Beteiligte bestätigen, dass die letzten beiden Interessenten – die US-Unternehmen Uber und Lyft – abgesprungen seien. Damit gebe es für Moia und die von Christian Senger (52) geführte Einheit für autonomes Fahren (ADMT) wohl nur die Hoffnung auf den kompletten Robo-Reset:
Ein neuer Technologiepartner jenseits des israelischen Unternehmens Mobileye soll her, der sich dann möglichst auch als Investor an Moia beteiligt, um das Projekt zu retten.
An der Konzernspitze hieß es dazu lediglich: „Wir prüfen alle Optionen.“
Wie es sich für einen Verkäufer geziemt, hatte Blume zuletzt regelmäßig Volkswagens Fortschritte beim autonomen Fahren gelobt und versucht, den Konzern als europäischen Frontrunner zu präsentieren. Doch ganz so blendend läuft es nicht.
Seit dem Start des Projekts unter Blumes Vorvorgänger Matthias Müller (73) im Jahr 2016 ist Moia defizitär. Mit dem Partner Mobileye, der die komplette Selbstfahrtechnologie für die Elektrobullis liefert, dauerte alles länger als gewünscht.
Schon vor einem Jahr startete Blume daher im Schattenmodus Testfahrten mit einem zweiten Partner: dem britischen KI-Start-up Wayve.
Das bisherige VW-Paket hatten sich im vergangenen Jahr mehrere Interessenten angesehen. Am weitesten gingen die Gespräche mit Uber und Lyft. Für Ende 2026 kündigte VW sogar ein gemeinsames Shuttle-Angebot in Los Angeles an – allerdings noch mit Begleitfahrer und nicht vollautonom.
Einsteigen sollten die Investoren, so heißt es im Wolfsburger Umfeld, mit „ein paar Hundert Millionen Euro“ bis zum Erreichen eines vereinbarten nächsten Meilensteins.
Von Uber hätte es dann zum Beispiel wohl 2027 frisches Geld gegeben. Volkswagen hätte zusätzlich profitiert, weil die Partner auch für die Nutzung der Fahrzeuge bezahlt hätten.
Nur: Während Robotaxi-Marktführer Waymo nach München kommt und auch den Start in Berlin vorantreibt, schlug bei Moia am Ende niemand zu.
Die Vorstellungen über die gemeinsame Zukunft lagen offenbar teilweise weit auseinander.
Bezahlen Uber oder Lyft pro Kilometer oder pro Fahrzeug? Wie lange sind sie an die VW-Mobile gebunden? Welches Automodell nimmt man überhaupt?
Umstritten war auch, wie sich Volkswagen an der weiteren Finanzierung beteiligt. Angeblich wollten die Wolfsburger, dass die Partner nach und nach die bislang von Volkswagen investierten gut 2 Milliarden Euro ausgleichen. Erst dann würden auch sie neues Geld einbringen.
„Deren Anspruch war aber, dass auch Volkswagen weiter investieren soll“, sagt ein Insider. „Da haben vor allem die Markenvorstände den Kopf geschüttelt.“
Bei VW, Audi und Co. laufen schon länger harte Sparprogramme. Randsparten werden da nur noch höchst ungern bedacht.
# Beim Ausstieg wird es teuer
Allein, das ist klar, werden die Volkswagen-Leute mit Moia langfristig nicht weitermachen.
Es gebe eine „sehr positive Perspektive“ für das Geschäftsmodell, sagt einer aus der Unternehmensspitze. Wirklich lukrativ werde es allerdings erst in den 2030er-Jahren.
Das Unternehmen müsste wohl mindestens eine weitere Milliarde Euro investieren, um Moia geschäftsreif zu machen – es könnte auch mehr werden.
Doch Volkswagen brauche das Geld gerade auch anderswo, sagen Entscheider.
So kursiert jetzt eine neue Idee:
Volkswagens Softwaretochter Cariad, die unabhängig von Moia autonome Fahrsysteme für die Pkw-Modelle des Konzerns entwickeln sollte, hat ihre Kooperation mit dem Zulieferer Bosch abgebrochen und sucht aktuell ebenfalls neue Partner.
Die Favoriten sind nach Informationen des manager magazins der Newcomer Wayve und Nvidia. Gehandelt wurde zeitweise auch der US-Halbleiterriese Qualcomm.
Der Gedanke dahinter: Warum sollten sich diese möglichen Technologiepartner nicht auch an Moia beteiligen?
Sie könnten dann auch mit einem deutlich höheren Anteil einsteigen als bei Lyft und Uber ursprünglich angedacht.
Finden Blume und seine Leute allerdings auch mit den möglichen Techpartnern keine Lösung, könnte es teuer werden.
Bei einem Ausstieg droht eine Milliardenabschreibung.
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