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DNR
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DNR Specific Mentions
As of Jul 21, 2026 5:28:23 PM EDT (1 min. ago)
Includes all comments and posts. Mentions per user per ticker capped at one per hour.
10 days ago • u/VigorousElk • r/Finanzen • notfallordner_hat_den_hier_irgendjemand_wirklich • C
>Inwiefern lassen sich solche Nuancen kommunizieren und auch durchsetzen?
Man kann nicht alle Eventualitäten abdecken und alle Szenarien durchspielen. Man kann auch einfach Dinge offen lassen und diese Entscheidungen der Person in der Vorsorgevollmacht überlassen, aber die sollte dann eben grundsätzlich wissen wie der Patient grob zu diesen Themen stand und was da für Überzeugungen vorlagen. Wenn deine Partnerin dir sagt '*Wenn ich mit 27 aus heiterer Gesundheit plötzlich auf dem Bürgersteig umkippe, weil ich eine seltene Rhythmusstörung habe, dann macht bitte alles! Aber wenn ich vom Lastwagen überfahren werde und nach Wochen auf der Intensivstation mit schwerem Organschäden einen Herzstillstand habe, dann lasst mich bitte gehen.'*, dann ist das zumindest mal eine grobe Richtschnur, an die Angehörige sich dann halten können.
Meine Großeltern sind ganz klar DNR/DNI (nicht reanimieren, nicht intubieren). Egal was - wenn's zu Ende ist, dann ist es zuende. Wiederum andere Patienten im selben Alter sagen mir bei Aufnahme *'Alles machen, ich will leben!'* Finde ich nicht sinnvoll (und entscheiden wir dann ärztlich in seltenen Fällen auch teilweise mal anders, weil wir nur machen müssen was medizinisch sinnvoll ist), aber immerhin ist das eine belastbare Aussage.
Was mich halt fertig macht sind Familien, die ihren Angehörigen wochenlang beim langsam Sterben zusehen mit der Aussage *'Papa hätte alles gewollt!'* wo man sich denkt *'Das behauptest du jetzt, aber ich bezweifle stark, dass Papa das im Hinblick auf dieses Szenario in einer eventuellen Patientenverfügung wirklich so gewollt hätte.'* Auf mich wirkt es meistens mehr so, dass die Familien nicht loslassen können, und der Patient leidet dann.
Für uns bindend ist ja was der Patient gewollt hätte (und das fragen wir die Angehörigen), nicht was die Angehörigen gerade wollen. Wenn die mir sagen *'Papa hat immer gesagt er will leben und alles versuchen.'*, dann nehme ich das so hin. Wenn die da stehen und sagen *'Öhm, haben wir nie drüber geredet. Aber der hätte sicher alles gewollt, macht jetzt bitte alles!'*, dann bezweifle ich stark, dass das jetzt der mutmaßliche Patientenwille ist, und nicht der Wille der Angehörigen (der für uns gesetzlich keinerlei Rolle spielt).
sentiment -0.99
10 days ago • u/VigorousElk • r/Finanzen • notfallordner_hat_den_hier_irgendjemand_wirklich • C
>Inwiefern lassen sich solche Nuancen kommunizieren und auch durchsetzen?
Man kann nicht alle Eventualitäten abdecken und alle Szenarien durchspielen. Man kann auch einfach Dinge offen lassen und diese Entscheidungen der Person in der Vorsorgevollmacht überlassen, aber die sollte dann eben grundsätzlich wissen wie der Patient grob zu diesen Themen stand und was da für Überzeugungen vorlagen. Wenn deine Partnerin dir sagt '*Wenn ich mit 27 aus heiterer Gesundheit plötzlich auf dem Bürgersteig umkippe, weil ich eine seltene Rhythmusstörung habe, dann macht bitte alles! Aber wenn ich vom Lastwagen überfahren werde und nach Wochen auf der Intensivstation mit schwerem Organschäden einen Herzstillstand habe, dann lasst mich bitte gehen.'*, dann ist das zumindest mal eine grobe Richtschnur, an die Angehörige sich dann halten können.
Meine Großeltern sind ganz klar DNR/DNI (nicht reanimieren, nicht intubieren). Egal was - wenn's zu Ende ist, dann ist es zuende. Wiederum andere Patienten im selben Alter sagen mir bei Aufnahme *'Alles machen, ich will leben!'* Finde ich nicht sinnvoll (und entscheiden wir dann ärztlich in seltenen Fällen auch teilweise mal anders, weil wir nur machen müssen was medizinisch sinnvoll ist), aber immerhin ist das eine belastbare Aussage.
Was mich halt fertig macht sind Familien, die ihren Angehörigen wochenlang beim langsam Sterben zusehen mit der Aussage *'Papa hätte alles gewollt!'* wo man sich denkt *'Das behauptest du jetzt, aber ich bezweifle stark, dass Papa das im Hinblick auf dieses Szenario in einer eventuellen Patientenverfügung wirklich so gewollt hätte.'* Auf mich wirkt es meistens mehr so, dass die Familien nicht loslassen können, und der Patient leidet dann.
Für uns bindend ist ja was der Patient gewollt hätte (und das fragen wir die Angehörigen), nicht was die Angehörigen gerade wollen. Wenn die mir sagen *'Papa hat immer gesagt er will leben und alles versuchen.'*, dann nehme ich das so hin. Wenn die da stehen und sagen *'Öhm, haben wir nie drüber geredet. Aber der hätte sicher alles gewollt, macht jetzt bitte alles!'*, dann bezweifle ich stark, dass das jetzt der mutmaßliche Patientenwille ist, und nicht der Wille der Angehörigen (der für uns gesetzlich keinerlei Rolle spielt).
sentiment -0.99


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